Unterschied: Sildenafil und Cialis 

Welche Unterschiede gibt es zwischen Sildenafil und Cialis?

Um auf dem großen Markt der Medikamente und medizinischen Produkte den Überblick zu behalten, muss man sich schon bemühen und sich immer genauestens informieren. Egal auf welchem Behandlungsgebiet, es gibt für alles unzählige Anbieter, die wiederum unzählige Medikamente dazu anbieten. So verhält es sich zum Beispiel natürlich auch im Bereich der Potenzmittel. Viagra, Levitra, Spedra, Cialis Levitra, Verdenafil, Tadalafil, Avanafil, um nur einige Potenzmittel bzw. Arzneimittel, die als PDE 5 Hemmer genutzt werden, zu nennen. Als Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil als Arzneimittel vor vielen Jahren auf den Markt kam, da kannte man nicht viel mehr. Heute gibt es zum einen sehr viele Hersteller, die mit dem gleichen Wirkstoff Generika anbieten, zum anderen gibt es jetzt aber zusätzlich auch noch ganz andere Produkte, die ebenfalls unter anderem zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt werden können. Die Bandbreite der Angebote wird also immer größer, vielfältiger aber auch unübersichtlicher. In jedem Fall wird versucht, PDE-5 zu hemmen, indem der Abbau von CGMP blockiert werden soll. Zu der besagten Bandbreite von Potenzmitteln, also zur Behandlung von Impotenz, gehören wie bereits erwähnt zum Beispiel: Viagra von Pfizer, Levitra, Spedra, Cialis Levitra, Avanafil und Verdenafil. Eines der genannten Produkte, welche eine große Rolle auf dem Markt spielen, ist Cialis. Das Mittel mit dem Wirkstoff Tadalafil, gehört zur Gruppe der Phosphodiesterase-5-Inhibitoren, also zu den PDE 5 Hemmern, welche gegen Impotenz eingesetzt werden. Neben dem Bereich der Erektionsstörungen wird Cialis auch bei Männern zur Behandlung von Prostatahyperplasie eingesetzt. Seit einigen Jahren kann Cialis nun auch, in entsprechender mg Dosierung, zur Behandlung von pulmonalen Hypertonien angewendet werden. Auf den ersten Blick lassen sich also zwischen Sildenafil und Cialis einige Schnittstellen und Gemeinsamkeiten erkennen. Dennoch sind die beiden Medikamente in vielen Bereichen grundlegend unterschiedlich. Im Folgenden wird nun auf die genauen Unterschiede von den Potenzmitteln Cialis und Sildenafil (zum Beispiel Viagra von Pfizer) eingegangen.

Sildenafil und Cialis: Was ist der Unterschied?

Grundsätzlich spricht man sowohl bei Sildenafil (Viagra), als auch bei Cialis von wirksamen und erfolgreichen Potenzmitteln, welche vielen Männern in entsprechender mg Dosierung bei der Behandlung von ihren Erektionsstörungen (erektilen Dysfunktionen) bzw. ihrer Impotenz erheblich helfen konnten und noch weiterhin können. Dies tun sie, in dem der Abbau des CGMP im Körper blockiert wird. Des Weiteren werden beide Produkte (PDE 5 Hemmer) auch in gewissen Bereichen zur Behandlung von pulmonalen Hypertonien eingesetzt. Dennoch gibt es einen großen Unterschied zwischen Sildenafil und Cialis. Der größte Unterschied liegt nämlich in der Wirkungsdauer. Sildenafil ist bekanntlich ein Medikament, welches generell eher bei Bedarf in entsprechender mg Menge kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Dafür soll man es knapp eine Stunde davor einnehmen. Anschließend ist dann eine Wirkung möglich, die innerhalb von circa vier Stunden abgerufen werden kann. Cialis dagegen wirkt langzeitig. Bis zu 36 Stunden kann die Wirkungsdauer anhalten. Durch das neuste Produkt von Cialis (PDE-5-Hemmer), welches einmal täglich mit bestimmter mg Dosierung eingenommen wird, wird den Betroffenen also ermöglicht, jederzeit spontan Sex zu haben, da ein dauerhafter Spiegel im Blut aufgebaut werden kann. Ein weiterer Unterschied ist ein Anwendungsgebiet. Im Vergleich zu Sildenafil, wird Cialis teilweise auch zur Behandlung von Prostatahyperplasie eingesetzt.

Cialis mit schnellerer Wirkung als Sildenafil

Ein weiterer Unterschied zwischen Sildenafil und Cialis (beides PDE 5 Hemmer) ist, dass Cialis deutlich schneller wirken kann. Schon nach ungefähr 15 Minuten nach der Aufnahme von Cialis, kann der Betroffene seine sexuelle Aktivität ausleben. Also wirkt es erheblich schneller. Dies ist  bei Sildenafil gewöhnlich erst nach ungefähr einer Stunde möglich. Gerade wenn es darum geht, spontan sein zu können und den Geschlechtsverkehr nicht stringent planen zu müssen, bietet Cialis eine große Entlastung und einen großen Freiraum in der Gestaltung des Sexuallebens. Zudem man auch nicht nach der Einnahme unter Druck steht, sondern sich Zeit lassen kann. Da sich die Wirkdauer auf 36 Stunden erstrecken kann, ist absolute Planungsfreiheit und Spontanität ermöglicht.

Die Wirkung von Sildenafil und Cialis

Im Bereich der Behandlung von erektilen Dysfunktionen haben Sildenafil und Cialis (genau wie auch Viagra, Levitra, Spedra, Cialis Levitra und Avanafil) grundsätzlich eine sehr ähnliche Art der Wirkung. Vereinfacht gesagt helfen beide mit, eine sexuelle Erektion des Mannes zu ermöglichen bzw. diese auch aufrecht zu erhalten. Eine physiologische Erektion entsteht ursprünglich dadurch, dass sich das Gewebe im Bereich des Penis entspannen kann. Durch diesen Vorgang ist es möglich, dass ausreichend Blut in den Schwellkörper strömen kann und dadurch kann eine Erektion entstehen. Diese Vorgehensweisen sind bei vielen Männern aus unterschiedlichsten Gründen gestört und man spricht von einer Dysfunktion. Bei der Behandlung mit Sildenafil (wie auch zum Beispiel mit Levitra) wird ein bestimmter Stoff freigesetzt, der dazu beiträgt, dass diese Gewebeentspannung unterstützt werden kann. Dadurch soll ein ausreichender Blutstrom in den Schwellkörper ermöglicht werden. Einer sehr ähnlichen Wirkungsweise geht Cialis nach. Allerdings ist für den gleichen Effekt eine deutlich kleinere Menge der Dosierung an Cialis erforderlich und zudem dauert die Wirkung um ein Vielfaches länger an.

Nebenwirkungen von Cialis

Cialis ist genau wie Sildenafil in den meisten Fällen ein gut bekömmliches Medikament (zum Beispiel in Form von Tabletten), von dem im Normalfall keine schlimmen Nebenwirkungen zu erwarten sind. Dennoch kann es auch bei Cialis Tabletten vorkommen, dass unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. In diesem Fall sollte man sich immer gleich mit seinem Arzt in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen bzw. den Fortgang der Behandlung genauer abklären. Mögliche Nebenwirkungen von Cialis können zum Beispiel Kopfschmerzen oder eine Nasenverstopfung sein. Des Weiteren können Beschwerden am Rücken oder Probleme bei der Verdauung auftreten. In äußerst seltenen, aber schlimmen Fällen kann es auch zu einer allergischen Reaktion oder sogar Brustschmerzen kommen. In diesen Fällen, genau wie bei Sehstörungen, muss die Einnahme von Tabletten des Medikaments sofort abgebrochen werden. Um noch mehr über mögliche Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen zu erfahren, sollte man sich bei seinem Arzt oder Apotheker noch einmal genauer und detaillierter informieren. Dies gilt auch dann, wenn man unter bestimmten Beschwerden oder Krankheiten leidet bzw. wenn man diverse Medikamente zu sich nimmt. Vorsicht und Sicherheit geht bei der Einnahme von Medikamenten immer vor.

Studien mit Cialis

An über 1300 Teilnehmern in insgesamt sechs Studien wurde untersucht, ob die Einnahme von Cialis einen positiven Einfluss auf die Erektionsfähigkeit hat. Dazu wurden Teilnehmer ausgewählt, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden und somit in ihrem Sexualleben deutlich gestört sind. Die Ergebnisse der Studien zeigten, dass sich bei den meisten Teilnehmern, die Erektionsfähigkeit nach der Bedarfsmedikation von Cialis deutlich verbessert hatte.

http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000436/WC500026312.pdf

In Rahmen der gleichen Studien wurde außerdem untersuch, ob die Einnahme von Cialis einen Einfluss auf Patienten mit benigner Prostatahyperplasie hat. Die Ergebnisse zeigten ebenfalls, dass den Patienten mit dem Mittel Cialis deutlich geholfen werden konnte und dann Besserungen im Vergleich zu den Gruppen auftraten, die nur Placebo eingenommen hatten.

http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000436/WC500026312.pdf

In einer weiteren Doppel-Blind-Studie wurde bei über 1100 Männern die Einnahme von Cialis untersucht. Dabei verbesserte sich die Erektionsfähigkeit laut dieser Studie bei über 80 Prozent der untersuchten Teilnehmer. Die meisten dieser Teilnehmer konnten den Geschlechtsverkehr sogar wie gewünscht zu einem erfolgreichen Abschluss bringen.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=24964